Drei Medizin-Stipendien bewilligt

Verein Gesundheit und Soziales im Landkreis Greiz hatte Qual der Wahl

Gute Aussichten für die medizinische Versorgung in der Region: Der erst im Frühjahr gegründete Verein Gesundheit und Soziales im Landkreis Greiz e.V. hat drei Stipendien vergeben, die seit 1. Oktober wirksam sind. Unter den Bewerbern fiel die Wahl des Vereinskuratoriums auf zwei Medizinstudenten und eine angehende Zahnärztin.

„Der Verein ist noch sehr jung und wir haben in kürzester Zeit sehr viele Dinge auf den Weg gebracht. Das ist ein voller Erfolg, zumal wir sogar einen Stipendiaten mehr als geplant fördern können“, freut sich Vereinsvorsitzende Renate Matthes und bedankte sich bei allen Spendern für die großzügige finanzielle Unterstützung. „Damit wird ja etwas getan, das im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger ist“, so Matthes.

Stipendienvergabe
Per Unterschrift besiegelt: Vereinsvorsitzende Renate Matthes (Mitte) mit Hannah Franke und Marius Geidel bei der Stipendienvergabe.

Laura Nejeschleb aus Zeulenroda sowie Marius Geidel und Hannah Franke aus Greiz werden seit diesem Wintersemester vom Verein bis zum jeweiligen Ende der Regelstudienzeit mit 1000 Euro im Monat gefördert. Im Gegenzug haben sich alle Drei dazu verpflichtet, nach Studienabschluss als Arzt beziehungsweise Zahnärztin im Landkreis Greiz zu praktizieren.

„Ich habe mich sehr gefreut, dass ich für das Stipendium ausgewählt wurde. Gerade das letzte Jahr war sehr teuer, weil wir uns Plastikzähne, Bohrersets und andere kleine Instrumente, die wir für das Studium brauchen, selber anschaffen mussten“, sagt Hannah Franke. Sie studiert im 7. Semester Zahnmedizin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und hat von ihren Eltern, die die Nachricht im Kreisjournal gelesen hatten, von der Stipendienmöglichkeit erfahren. In den vergangenen Semesterferien hat sie in einer Zahnarztpraxis in Neumühle mitgearbeitet. Auch nach dem Studium möchte sie gern — wie es die Förderbedingung vorsieht – in die Heimat zurückkehren, um näher bei ihrer Familie zu sein.

Vor dem Hintergrund dieses Erfolges hat der Verein auch für 2026 schon Pläne geschmiedet. „Wir konnten dieses Jahr leider nicht alle geeigneten Bewerber berücksichtigen. Deshalb möchten wir nächstes Jahr natürlich wieder möglichst viele Stipendien vergeben“, sagt Renate Matthes und richtet eine Bitte an alle, die ein Interesse an der künftigen medizinischen Versorgung im Landkreis Greiz haben: ,Wir können jede kleine und große Finanzspritze gebrauchen und sind für alle Spenden dankbar, die unser Projekt weiter ermöglichen.“

Quelle: Kreisjournal –  Amtsblatt für den Landkreis Greiz / Ausgabe 10/2025 / Download als PDF